Céad míle fáilte – Meine drei Wochen in Dublin
3 Wochen.
320.000 Schritte.
20 Tage Sonnenschein.
Unzählige neue Eindrücke.
Wenn man an Irland denkt, fallen einem oft grüne Landschaften, Schafe, Guinness und jede Menge Regen ein. Nach drei Wochen in Dublin kann ich sagen: Die ersten drei Klischees stimmen – beim Wetter wurde ich allerdings positiv überrascht.
Im Rahmen des Erasmus+-Programms meiner Berufsschule hatte ich die Möglichkeit, drei Wochen in Dublin zu verbringen. Ziel des Aufenthalts war es, meine Englischkenntnisse zu verbessern, internationale Berufserfahrungen zu sammeln und die irische Kultur kennenzulernen.
Die erste Woche verbrachte ich am ADC-College, wo der Schwerpunkt auf englischer Kommunikation und interkulturellem Austausch lag. In den darauffolgenden zwei Wochen absolvierte ich mein Praktikum bei Grand Cru Beers, einem irischen Biergroßhändler. Dort erhielt ich spannende Einblicke in die kaufmännischen Abläufe eines internationalen Unternehmens. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem die Bearbeitung von Kundenaufträgen, die Pflege von Auftragsdaten in verschiedenen Systemen sowie die Prüfung und Zuordnung von Rechnungen und Lieferscheinen anhand der entsprechenden Bestellnummern. Dabei konnte ich meine Kenntnisse aus der Ausbildung anwenden, neue Arbeitsweisen kennenlernen und meine Englischkenntnisse täglich im beruflichen Umfeld einsetzen.
Ein besonderer Teil des Erasmus-Aufenthalts war das Leben in einer irischen Gastfamilie. Ich hatte das Glück, bei einer wundervollen Familie untergebracht zu sein, die mich vom ersten Tag an herzlich aufgenommen hat. Durch sie konnte ich den irischen Alltag hautnah erleben und habe schnell gemerkt, wie offen, humorvoll und hilfsbereit die Menschen in Irland sind.
Natürlich blieb auch genügend Zeit, die Insel zu erkunden. Ob das Guinness Storehouse, das Kilmainham Gaol, das EPIC-Museum, die National Gallery of Ireland, ein Tagesausflug nach Belfast oder der Phoenix Park – jeder Tag hielt neue Eindrücke bereit. Besonders beeindruckt haben mich die Cliffs of Moher, die einzigartige Atmosphäre beim Gaelic-Football-Halbfinale und das Trinity College mit dem berühmten Book of Kells. Ein weiteres Highlight war die Bootstour in Howth, bei der wir sogar Seelöwen und einen Papageientaucher beobachten konnten.
Statt des oft erwarteten Dauerregens durften wir während unseres Aufenthalts viele sonnige Tage genießen – die Regenjacke blieb im Koffer. Die entspannte Lebensart und die vielen positiven Begegnungen machten die Zeit in Irland für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Céad míle fáilte – „Hunderttausend Mal willkommen“ – ist ein irischer Gruß, den ich während meines Aufenthalts nicht nur gehört, sondern jeden Tag selbst erleben durfte.

Was ich aus Dublin mit nach Hause nehme? Viele schöne Erinnerungen, neue berufliche Erfahrungen, mehr Selbstvertrauen im Englischen, zahlreiche unvergessliche Begegnungen – und eine Regenjacke, die sich drei Wochen lang über zu wenig Arbeit beschwert hat.
(Ein Bericht von Svenja– Auszubildende Industriekauffrau in Murnau)
