Die Vorteile der Fluid-Injektionstechnik (Gas- und Wasserinjektionstechnik) liegen in einer im Vergleich zu anderen Urformtechniken deutlich größeren Design-Freiheit und im Vergleich zur Schmelzkerntechnik mit ebenso großer Design-Freiheit, erheblich geringeren Kosten. Es lassen sich mit dieser Sonderform des Spritzgussverfahrens rohrförmige Bauteile mit hohem Integrationsgrad sehr wirtschaftlich als einteilige Lösung fertigen. Zudem zeichnen sich die Bauteile verfahrensbedingt durch ein sehr niedriges Eigenspannungsniveau, geringen Bauteilverzug und reduzierte verfahrenstechnische Einfallstellen aus.
Ursprünglich wurde die Gasinjektionstechnik nur zur Material- und Zykluseinsparung bei dickwandigen Kunststoffteilen eingesetzt (z.B. Griffe, Strukturbauteile). Das überflüssige Material wurde mittels Stickstoffgas aus dem Formteil gedrückt. Hier lassen sich prinzipiell drei Verfahrensvarianten unterscheiden:
Vorteile:
- Alternative für Blasformtechnologie
- komplexe Bauteilfertigung möglich (Komplettlösung)
- Ersatz von Gußteilen - Kunststoff
- erhebliche Gewichtseinsparung