Beim 3D Verfahren, auch Schlaucheinlegeverfahren genannt, übernimmt ein Roboter das Einlegen des Schlauches in das Werkzeug. Der extrudierte Schlauch wird dabei entnommen und entlang der Produktkontur im Werkzeug vom Roboter eingelegt. Während des einlegens, bzw. danach schließt sich die Form sequenziell und der Schlauch wird mittels Druckluft aufgeblasen.
Der Vorteil dieser Techologie liegt in der Quetschnahtfreiheit (keine Festigkeitsminderung) der Produkte, so daß keine Nacharbeit an der Artikelaußenkontur erforderlich ist. Es kann eine gleichmäßige Wanddickenverteilung über das Produkt (Gewichtseinsparung) bei geringem Schließkraftbedarf und Staukopfvolumen (kleinere Extrudereinheiten sind möglich) erzielt werden. Auch reduziert sich der Aufwand zur Entbutzung und Regenerataufbereitung, so daß weniger Material im Kreislauf eingesetzt werden muß. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für die Darstellung von Rohrgeometrien und läßt auch die Herstellung von Mehrkomponenten Produkten zu.